30. September 2004

Ich freue mich, nachdem ich vor drei Wochen nach Berlin gezogen bin, schon gleich wieder in Hamburg aufzutreten, und zwar mit meiner Theatergruppe:

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Alles muss man selber machen - zum Beispiel Globalisierung

am 5. und 6. Oktober um 20 Uhr
im Malersaal/Schauspielhaus Hamburg

Globalisierung ist schuld: An der Vernetzung des internationalen Terrors, an der Abwanderung der Arbeitsplätze, am Hunger in der Welt, am Atomschmuggel, an Hartz IV am Ölpreis: also an allem was sonst keiner erklären kann oder will. Gott sei dank hat sich ein Schuldiger gefunden. Wir glauben das nicht mehr und sehen es uns deswegen selbst noch mal genau an.

Alles muss man selber machen. Ein Theaterabend mit Bananenkisten und Tänzen, Mexikoreisen und dem Globalisierungsbewusstseins-Shop, durch die Welt reisenden Liedern, genmanipuliertem Weizen und Zaubertricks, Entwicklungsländern und der kleinen Blockadefibel.

Von und mit Steffen Dost, Matthias von Hartz, Bernadette La Hengst, Tanja Krone, Marek Lamprecht, Jochen Roller, Martina Stoian, Sofie Thyssen und Claudia Wiedemer. Eine Produktion der Sophiensaele Berlin realisiert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

>> www.allesmussmanselbermachen.de
>> www.gocreateresistance.de
>> www.schauspielhaus.de

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19. September 2004

Endlich: Am 28.9. um 23 Uhr wird im WDR Einslive unser Hörspiel „Die Liebespopulistin“ gesendet. Geschrieben und produziert wurde es im letzten halben Jahr von mir in Zusammenarbeit mit Till Müller-Klug. Viel Vergnügen!

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Reden können viele. Reden halten ist schon schwerer. Es sein denn Sie hören die instruktive Live-Sendung nach amerikanischem Vorbild: BE A POPSTAR POPULIST!

Hier kommen alle zu Wort: Rede-Profis und Plaudertauschen, mutige Amateure und spontane Anrufer, Menschen mit Botschaft und Möchtegerns mit Macke, Heldinnen und Helden der Überzeugungsarbeit. Keine Aussprache ist zu feucht und kein Kunstgriff bleibt unversucht: von perfide populistisch bis zärtlich zutextend, von süßlich suggestiv bis sinnlich, von rattenfängerisch bis revoltierend.

BE A POPSTAR POPULIST! steigert das kommunikative Können und verrät die neusten Redetricks, sowohl für den privaten wie für den politischen Gebrauch. Erleben Sie die Wirkung hautnah: Mit einer Hörerin der ersten Stunde, die sich heute „Die Liebespopulistin“ nennt. Wo immer sie auftaucht, ob im Fünfsternehotel, im Sozialamt oder in der Fußgängerzone, hält sie aufrüttelnde Reden zur Lage unserer Emotion und macht mit pyromantischen Liebesliedern Furore.

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7. Juli 2004

Einige von euch haben sich vielleicht schon gefragt, um welche erste Veröffentlichung dieses Jahr es sich wohl handelt, ein paar haben nachgefragt, jetzt will ich das Geheimnis lüften:

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Am 15. Juni 2004 ist meine Tochter Ella Mae auf die Welt gekommen, das ist wohl die wichtigste und aufregendste Veröffentlichung dieses Jahr für mich. Promo und Tour laufen zur Zeit ganz gut, V.Ö. war zum geplanten Zeitpunkt, die Publikumsreaktionen sind begeistert, jubelnde Presseberichte …

Sie ist einfach wunderschön und wird bestimmt Pianistin oder Weltraumforscherin oder Dachdeckerin.

Ella Mae hat meine neuen Lieder schon gehört und kann schon fast alle mitsingen. Gott sei Dank kann sie jetzt schon tanzen und singen, sonst wären Ekki und ich sehr enttäuscht.

25. Februar 2004

In den letzten Monaten war ich mehr in Berlin als in Hamburg, jetzt bin ich endlich mal wieder für längere Zeit in St.Pauli, schließlich sind ja am Sonntag die Senatswahlen, mal sehen, ob sich Schill wieder reinmogeln wird oder nicht. Nächste Woche mehr dazu.

Der Grund für meinen längeren Berlin Aufenthalt war mal wieder das Theater, im Januar hab ich dort zusammen mit Till Mueller-Klug ein Solostück entworfen und am 31.1. im Hebbel Theater aufgeführt. Es heißt „Die Liebespopulistin“ und handelt von mir als Seminarleiterin für Rhetorik und Erlebnispopulismus. Mit viel Musik, Film, Entertainment und populistischen Reden von Petra Kelly über Hohmann bis Ronald S.

Achtung: Hamburg Premiere von „Die Liebespopulistin“ am 12. und 13. März im Polittbüro (ehemaliges Neues Cinema am Steindamm), Karten und Infos auf www.polittbuero.de. Meine neue Platte ist übrigens in Arbeit und wird nicht meine einzige Veröffentlichung in diesem Jahr sein …

Unterhaltsame Unterweisungen

„Alles muss man selber machen – z.B. Globalisierung“ in den Sophiensaelen

Berliner Zeitung, 8.11.2003 | Von Ulrich Seidler

Im Laufe des Abends singt das Theaterpublikum zur Auflockerung und zur Melodie von „Mein Hahn ist tot, mein Hahn ist tot“ den aus einem Wort bestehenden Text: „Strukturanpassungsmaßnahmen“. Statt „Koko, koko, koko, kokodi, kokoda“ in der dritten Zeile also: „Struktur-, Struktur-, Strukturanpassungsmaßnahmen“. Im Kanon.

Auflockerung tut Not, denn das Auditorium hat gerade die ökonomische Entwicklung seit Adam Smith beigebracht bekommen. Die drei Dozenten – also die Bernadette (Bernadette Hengst), der Jochen (Jochen Roller) und die Claudia (Claudia Wiedemer) – bauten aus beschrifteten und bebilderten Bananenkisten ein kreuzförmiges Tafelbild zusammen, das mit roten Kerzen und einem Ährenbündel zum Altar geweiht wurde. Allerdings: Die Leuchten funktionierten elektrisch, und das Getreide war genmanipuliert.
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Alles muss man selber machen (2003)

Globalisierungstraining in 20 Lektionen

Premiere: 6. November 2003, Sophiensaele Berlin

Warum Hamburg- oder Zicke-T-Shirts tragen? Schluss mit Minderheitenkleidung. Endlich gibt es Globalisierung für den Oberkörper: eine Welt – ein T-shirt. Steueroasen, Agenda 2010, Welthandel, Massenproteste – Globalisierung muss einfacher werden, sonst sind am Schluss alle dagegen. No Logo war gestern, heute ist Kinderarbeit.

Von und mit

Marion Baumgartner, Matthias von Hartz, Bernadette Hengst, Tanja Krone, Claudia Wiedemer, Martina Stoian, Steffen Dost, Jochen Roller

Eine Produktion von Matthias von Hartz und Sophiensaele in Koproduktion mit FFT Düsseldorf und dem Europäischen Zentrum der Künste.

Realisiert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

4. November 2003

Noch zwei Tage, dann ist endlich Premiere. Ich bin seit vier Wochen in Berlin und spiele in dem Theaterstück „Alles muss man selber machen“ mit, das in den Sophiensaelen aufgeführt wird. Und zwar vom 6.-10.11. und vom 12.-16.11. jeweils 20 Uhr.

Das Stück ist ein inszenierter politischer Vortrag über Globalisierung und Neoliberalismus. Allerdings gibt es auch verschiedene Gen- und WTO-Tänze, Protestformen zum Ausprobieren und viel Musik.

Eins der neuen Stücke (Copy me, I want to travel), die ich extra dafür geschrieben und aufgenommen habe, handelt von der Frage nach der Berechtigung von geistigem Eigentum und ist frei downzuloaden in unserem Webshop www.allesmussmanselbermachen.de.