20. April 2011

Liebe soziale Netzwerkerinnen,

nachdem ich letztes Wochenende auf dem Hamburger Kongress Operation Ton einen ausführlichen Vortrag darüber gehört habe, wie man sich im Internet selbst vermarktet, und welche Regeln man dabei einhalten sollte, entscheide ich mich doch lieber für die alte Brief-Form auf meiner persönlichen La Hengst Seite. Ihr könnt das gerne weiter twittern und facebooken und mit einem Klick über posterous.com gratis auf sämtliche Social-Web-Seiten streuen …

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Hier ist erstmal ein schönes Interview mit mir auf Radio Flora (mp3) vom letzten Jahr 2010, das aber erst jetzt ausgestrahlt wurde und nicht an Aktualität eingebüßt hat.

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Und dann spiele ich mal wieder ein paar La Hengst Konzerte, und zwar am

05.05. in der ersten revolutionären Flittchenbar im Südblock am Kotti, Admiralstraße 1-2
18.06. in der Hansastraße Kiel zum 30 Jahre Hansastraßenfest
02.07. beim Sommerfest Radio Dreyeckland in Freiburg
08.07. im Literarischen Zentrum Göttingen

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Außerdem freue ich mich, daß im Mai endlich unsere Zukunft Remix Maxi erscheinen wird. Sammler sputet euch oder besorgts euch digital, über alle üblichen Portale zu bekommen.

Dazu gibt es auch im Mai und Juni eine Tour, die sich gewaschen hat. Kommt alle zahlreich, denn so jung komma nimma zamm!

DIE ZUKUNFT auf Tour 2011:

18.05. GER - Berlin, Festsaal Kreuzberg
19.05. GER - Erfurt, Radio Frei
20.05. GER - Ulm, Sauschdall
21.05. GER - Schorndorf, Manufaktur
22.05. GER - Hamburg, Golem

01.06. A - Linz, Kapu
02.06. A - Wien, Chelsea
03.06. A - Ebensee, Kino
04.06. A - Innsbruck, PMK
05.06. CH - Schaffhausen

 

Bis baldigst, eure Bernadette

24. März 2011

Hallo Frühling,

ich freue mich, daß du jetzt vor der Tür stehst und mir das Herz erwärmst. Hier ist ein schönes Portrait über mich in „Der Freitag“ – Hab für die Fotos seit Jahren mal wieder in der U-Bahn gespielt, was sehr gut funktioniert hat und mir die Sicherheit gibt: wenn nix mehr geht, geht immer noch Straßenmusik. Aber lest selbst: Interview: Prekär aus Leidenschaft

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Leider wurde gerade mein Theaterprojekt Wir müssen hier raus, das mit 30 Jugendlichen der Jugendmusikschule Hamburg für Kampnagel Hamburg erarbeitet werden sollte, von einem Musiklehrer gecancelt. Da trafen zwei sehr verschiedene Welten aufeinander. Auf der einen Seite: Junge Musikstudenten, die von Kultur- Verwaltern für den Musik-Markt fit gemacht werden sollen, auf der anderen Seite Knarf Rellöm und ich, die sich seit 25 Jahren zum Auftrag gemacht haben, die Welt vom Musik-Spießertum zu befreien und Zweifel und Selbstermächtigung mit kraftvollen Ideen zu paaren und in den luftleeren Weltraum zu schießen …

Nun ja, diese beiden Welten gehen leider nicht zusammen, auch wenn ich immer wieder optimistisch und vertrauensvoll bin.

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Dafür geht es jetzt in andere Welten, z.B. folgende:

Das Deutschlandmärchen geht auf Reisen:

Am 16., 18., 19. März im FFT Juta Theater in Düsseldorf
Am 1. und 2. April im Ringlokschuppen Mülheim
Am 30. Juni und 1./2. Juli auf dem Fusion Festival

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Hier gibt es das brandneue Video zum Deutschlandmärchen.

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Im Mai kommt endlich unsere Remix Maxi von Die Zukunft raus, selbst gepresst, nur für LiebhaberInnen. Mit tanzbaren Remixen von u.a. Hans Nieswandt und Freedarich … Dazu gibt es auch eine Tour im Mai/Juni. Ich freue mich sehr, endlich wieder Schlagzeug spielen zu können!

Bis bald, und immer raus an die Sonne,

 

eure Bernadette

Prekär aus Leidenschaft

Bernadette La Hengst träumte vom großen Durchbruch. Der kam nicht. Also wurde sie zu einer rebellischen Lebenskünstlerin – und schreibt gegen die Resignation an.

Der Freitag, 04.03.2011 | Von Maxi Leinkauf

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Frau La Hengst, lassen Sie uns über das prekäre Leben reden …

Gern, das ist ja mein Lebensthema.

Sie plädieren in einem Lied für das Recht auf Faulheit.

Und in dem Lied Populistisches Paradies singe ich: ‚Ich möchte ein prekarisiertes, paneuropäisches, parasitäres, Papa-bezahlt-unser-Grundeinkommen populistisches Paradies.‘

Klingt nach Spaß-Bohème. Romantisieren Sie Ihr unsicheres Dasein?
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Sisters & Brothers (2010)

Bernadette La Hengst, Knarf Rellöm & Guz sind DIE ZUKUNFT

CD/LP, Trikont/Ritchie Records

Tracklisting

  1. Mittelstandsproblemcamp
  2. Ich kann den Hit hören
  3. Angst als Antrieb 2
  4. Mein Baby ist immer glücklich mit mir
  5. Drogen nehmen und rumfahren – Video
  6. Sisters & Brothers
  7. Die neue Religion
  8. Immer dasselbe
  9. Zukunft als Party
  10. Mein Bett stinkt
  11. Oh Wrong

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7. Januar 2011

Liebe JahreswechslerInnen,

ich freue mich auf 2011. Und soll ich euch sagen, warum? Ich bin ein Riss, ich will durch Wände gehen … singt Kristof Schreuf – „Bourgois with guitar“ von Kristof Schreuf war meine Lieblingsplatte 2010. Oder wie hat mein Vater immer gesagt: Leg mal das Band ein mit dem schönen Liebeslied …

Also, wir wissen nicht, ob es die CD oder das Album als Format noch lange geben wird, aber so lange glaube ich noch daran und verschwende doch meine ganze Energie in wunderbare Theaterstücke und Musik, die dann nur ein Bruchteil von denjenigen hören und sehen werden, die sie vielleicht sonst auch nie hören würden. Aber es gibt Hoffnung: wer Die Zukunft noch nicht übergehört hat, ich plane mein neues La Hengst Album in diesem Jahr zu produzieren.

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Doch nun zum Hier und Jetzt: Mein aktuelles Theaterstück über den Mythos Deutschland erzählt von Angela Merkel als Märchenerzählerin. „Das Deutschlandmärchen“ hatte am 17.12.2010 in den Sophiensaelen Berlin Premiere. Und wir spielen es noch öfter. Kommt und seht selbst. Und hört die smashing Hits zur Krise: Wachstumsstop, Losbudenzauber und Happy End …

Deutschlandmärchen

Sophiensaele Berlin:
17. / 18. / 21. Dezember 2010
20. / 21. / 22. Januar 2011
Sophienstraße 18, 10178 Berlin
Kartenreservierung: www.sophiensaele.com oder (030) 283 52 66

FFT Düsseldorf:
16./ 18./ 19. März 2011
www.forum-freies-theater.de

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Deutschlandmärchen (2010)

Text und Regie: Till Müller-Klug und Bernadette La Hengst
Uraufführung: 17.12.2010 in den Sophiensaelen Berlin

Foto: Gerhard F. Ludwig

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Im Deutschlandmärchenpark begegnen sich politische Mythen und Grimmsche Märchenstoffe. In hochmodernen Fahrgeschäften erleben die Gäste die Fliehkräfte der sozialen Marktwirtschaft am eigenen Leib. Ein transhistorischer Märchenwaldexpress katapultiert sie durch 65 Jahre deutsche Nachkriegsgeschichte bis in eine ungewisse Zukunft. Wirtschaftswunder, fabelhafte deutsche Ingenieurskünste, Fußball- und Exportweltmeister treffen auf tapfere Schneider, Rattenfänger und vernachlässigte Mittelschichtsstieftöchter. Frau Holle glänzt als Pionierin der sozialen Selektion und Ludwig Erhard drückt seine Zigarre in das Tischleindeckdichtuch. Wann fährt der Knüppel aus dem Sack und auf wen hat er es abgesehen?

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