30. April 2008

Liebe PopfemiministInnen,

seit heute gibt es einen Artikel von mir auf Spiegel Online über den „neuen Popfeminismus“, zum hundertsten Mal versuche ich mich und andere zu erklären. Die Einleitung des Textes habe ich so nicht gesagt, und bei „Subversion durch Schönheit“ sind selbstverständlich alle Schönheitsideale miteinbezogen, also bitte nicht falsch verstehen, aber lest selbst

Sex, Schweiß und Selbstironie

Ein Artikel von mir auf Spiegel Online über den „neuen Popfeminismus“ – zum hundertsten Mal versuche ich mich und andere zu erklären. Die Einleitung des Textes habe ich so nicht gesagt, und bei „Subversion durch Schönheit“ sind selbstverständlich alle Schönheitsideale miteinbezogen, also bitte nicht falsch verstehen, aber lest selbst …

Spiegel Online, 29.4.2008 | Von Bernadette La Hengst

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Der vulgäre „Vagina Style“ von Lady Bitch Ray und die offensive Sex-Sprache von Charlotte Roche sind eine feine Sache, meint die Sängerin Bernadette La Hengst. Damit kommt im Mainstream an, was der subkulturelle Pop-Feminismus schon lange fordert: Subversion durch Schönheit.

1990 kündigte die „Hamburger Morgenpost“ ein Dreier-Konzert von Die Braut haut ins Auge, den Mobylettes und HUAH (in allen drei vorwiegend weiblichen Formationen spielte ich mit) mit der Schlagzeile an: „Frauen kommen langsam – aber gewaltig.“ Dieser oft benutzte Slogan von Ina Deter und den lila betuchten Feministinnen der Siebziger war ein Stachel in unserem eher von Punkrock geprägten, weiblichen Selbstbild. Wir sahen uns nicht als Frauenband (zu altbacken uncool), aber auch nicht als Mädchenband (zu harmlos). Und überhaupt: Was sollte „kommen langsam, aber gewaltig“ eigentlich heißen? Wir waren doch da, im Hier und Jetzt, und zwar nicht langsam, sondern schnell! Und wir bestanden auf unserem Recht zu rocken.

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22. April 2008

Liebe Menschen und komische Vögel,

ich bin glücklich, euch mitzuteilen, daß diese Woche am 24.4. mein neues Album »Machinette« bei Trikont erscheint. Es gibt natürlich auch wieder Vinyl, bei Ritchie Records. Den Titel kann man übrigens auch in verschiedensten Sprachen aussprechen, versuchts mal mit der bayerischen Verweigerungshaltung …

Im Vorfeld gab es schon ein großes Interview: in der letzten Spex-Ausgabe in der Reihe »Kunstsprache« wurde ich zur Methodik meiner Texte und Songs befragt, ist ein schöner Rundumschlag meiner Geschichte geworden: http://www.spex.de/403/artikel.html

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Dann gab es zur »Tonangeberei« vor ein paar Wochen einen sehr euphorischen Artikel mit dem bezeichnenden Titel »Leck mich, Lilyfee« auf Spiegel Online.

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Ich freue mich auch, daß ich endlich wieder ab Mai mit kleiner Bandbesetzung auf Tour gehe, und zwar zusammen mit dem wundervollen Friedrich Greiling (Mittekill) am Bass und dem soulfunkenden Daniel Gahn am Schlagzeug. Am 2. und 3. Mai spielen wir z.B. im Vorprogramm von Fettes Brot, auf deren neuen Album „Strom & Drang“ ich zusammen mit Dr. Renz das soulpunkende Liebesduett „Das allererste Mal“ singe.

Eine schöne Zusammenarbeit, die nordischen Jungs sind mir sehr sympatisch, falls ihr das Album noch nicht kennt, unbedingt anhören, gerade die zweite Hälfte ist sehr mitreißend.

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Und dann habe ich einige neue Videos zu meinem Album auf Youtube gestellt. An dieser Stelle nochmal tausend Dank für die großartige Unterstützung aller Videokünstler. Endlich hab ich auch ein Video über mein Freiburger Seniorenprojekt zusammen geschnitten.

Ich melde mich bald wieder, wenn der Frühling sich endlich aus der grauen Wolkenmasse herausgeschält hat,

 

Bernadette

Leck mich, Lillifee!

Sie können die CDs von Benjamin Blümchen und Prinzessin Lillifee nicht mehr ertragen und würden Rolf Zuckowski am liebsten erwürgen? Ruhig Blut! Für coole Alternativen im Kinderzimmer soll jetzt der Sampler „Tonangeberei“ sorgen.

Spiegel Online, 25.03.2008 | Von Thomas Winkler

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Kinder können ganz schön wehtun. Das beginnt schon bei der Geburt, wird aber fast noch schlimmer, wenn man morgens auf dem Weg zum Windelwechseln schlaftrunken auf einen Lego-Stein tritt, der sich fies in die nackte Sohle bohrt. Kurz vorm Selbstmord steht der Erwachsene schließlich, wenn aus dem Kinderzimmer ohne Unterlass Rolf Zuckowski oder Benjamin Blümchen dröhnen. Tö-Röö, gemeiner kann der Sound in der Hölle auch nicht sein.

Dass es auch anders geht, beweist „Tonangeberei“, ein Sampler mit „Songs für jedes Alter ab 3″. Zusammengestellt hat die CD Bernadette Hengst, die „Grande Dame der Hamburger Schule“ („taz“), einst Frontfrau von Die Braut haut ins Auge, heute als La Hengst solo unterwegs - und vor allem Mutter von Ella Mae.

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Spex | Kunstsprache Teil 8: Bernadette La Hengst

Spex #313, Februar 2008 | Text: Max Dax, Corinna Koch

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Sie war dabei, beim Urknall der sogenannten Hamburger Schule, damals in Bad Salzuflen, als die jungen Frank Spilker, Bernd Begemann und Jochen Distelmeyer sich dazu entschlossen, fortan in ihrer Muttersprache zu texten. Das war kurz vor dem Mauerfall, anschließend trafen sich alle in Hamburg wieder, und Bernadette La Hengst gründete endlich ihre eigene Band Die Braut haut ins Auge – und wurde mit ihrem energischen, deutschsprachigen Beatpop zu einer Identifikationsfigur nicht nur für Feministinnen.

Seit 2002 verfolgt sie eine Solokarriere, ihr drittes Album »Machinette« erscheint am 25. April. Auf diesem finden sich dreizehn neue Songs, darunter das bemerkenswerte Lied »Der grüne Halsbandsittich«, auf welchem La Hengst die eigene Kunstsprache auf eine neue postbiografische Ebene hebt.

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6. Februar 2008

Liebe FreundInnen des Radiohörspiels,

am Montag, dem 25.2. um 23:05 wird auf WDR3 mein Hörspiel „Die Liebespopulistin“ (zusammen mit Till Müller-Klug) wiederholt. Außerdem ist es WDR-Download des Monats.

Viel Vergnügen, bis bald,

 

Bernadette

28. Januar 2008

Liebe Menschen,

ich wünsche euch immer noch ein glückliches neues Jahr mit vielen aufregenden neuen Abenteuern …

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Meine neue Platte mit dem Titel „Machinette“ ist endlich fertig, kommt im April bei Trikont raus, yippiehhhhhhh!

Ich hab grad einen Video dazu gedreht zusammen mit dem holländischen Künstler Ton Matton, zu dem Lied „Der grüne Halsbandsittich“, in einem von ihm gepflanzten Birkenwald in seinem Dorf in Mecklenburg Vorpommern, wo wir 130 Vogelhäuschen an die Bäume getackert haben. Passend zu dem Lied wird in der nächsten Spex Ausgabe (Februar/März) ein großes Interview mit mir in der Reihe „Kunstsprache“ erscheinen.

Außerdem habe ich mich gerade entschieden, ab Mai mit Band zu touren, demnächst verrate ich mehr …

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Und hier ist noch ein schönes Interview auf satt.org zur „Tonangeberei“-Compilation.

 

Bis bald, Bernadette