Die Unterjublerin

Die Zeit, 8.10.2012 | Jan Freitag

BERNADETTE LA HENGST

Heiter bis wolkig klingt sie nur an der Oberfläche. In Wahrheit ist Bernadette La Hengst die Queen des „Diskursschlagers“.

Mit soziokultureller Relevanz in populärer Musik ist es so eine Sache. Zu viel davon schreckt anspruchslose Konsumenten schnell ab, zu wenig dagegen die anspruchsvolleren. Wer also weder steife Protestsongs noch Hitparadengedudel machen will, wäre gut beraten, einen Mittelweg zu finden: Gesellschaftskritik muss ihre Botschaft nicht gleich aus der Titelzeile herausbrüllen. Mit etwas Geschick erreicht man dann die einen, ohne andere zu vergraulen. Davon weiß kaum jemand bessere Lieder zu singen, als Bernadette La Hengst.

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Immer noch vorn, immer noch laut

http://mapambulo.blogspot.de/2012/09/immer-noch-vorn-immer-noch-laut.html

19.9.2012

Bernadette La Hengst 
„Integrier mich, Baby“ 
(Trikont)

Ganz blass kann man sich noch erinnern – die Zeit rennt – wie dieses Mädchen vor kleiner Kulisse in der Münchner Kulturstation das Rumpelstilzchen gab, verzickt, verschwitzt, die Braut im Rücken und auf den Lippen ein wütendes „Jenseits von Eden“. Kaum jemand hat den Scherben-Song wieder so energisch über seine knapp fünf Minuten gebracht, man war ein klein wenig verliebt und linste schüchtern über‘s schale Bier, während Bernadette La Hengst, die grimmig vorlaute Frontfrau der Hamburger Band Die Braut haut ins Auge, eifrig Augenklappen ans Publikum verteilte. Wofür die Dinger waren – vergessen.

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Liebe hat etwas Kapitalistisches

Junge Welt, 28.09.2012 | von Reinhard Jellen

Das Große im Kleinen und umgekehrt. Über Politik und Gefühl und das neue Album »Integrier mich, Baby«. Ein Gespräch mit Bernadette La Hengst

Bernadette La Hengst ist Sängerin, Komponistin und Theatermacherin. Und die einzige deutsche Soulsängerin
Selber schuld, Frau la Hengst: Wenn man politische Lieder schreibt, wird man als erstes gefragt: Warum machen Sie politische Kunst?
Ich habe mich dahin entwickelt. Mit meiner Vorgänger-Band Die Braut Haut Ins Auge war ich nicht so offensichtlich politisch, sondern eher privat unterwegs. In erster Linie wollte ich mir alles herausnehmen, was ich wollte, so wie die Jungs das auch getan haben. Eine Art Selbstermächtigung. Aber irgendwann brauchte ich neue Inspiration, und die Welt ist nun mal die größte Inspiration. Ich habe beim Schwabinggrad-Ballett mitgearbeitet. Wir haben Hierarchien hinterfragt und künstlerische Aktionen auf die Straße getragen, um auch Gegenreaktionen zu provozieren. Das macht mir Spaß und würde nicht passieren, wenn meine Lieder nur Selbstbespiegelungen wären. mehr >>

18.10.2012: Integretten Tour

Liebe IntegristInnen, meine neue heiße Scheibe ist jetzt schon seit einem Monat draußen, und es ist einiges passiert seitdem. Ich bin mit der famosen Schlagzeugerin und Bassistin El La Wanja auf Tour, wir hatten schon 10 euphorische Konzerte, die Highlights waren bis jetzt Hamburg, Reutlingen, Frankfurt, München, aber alle anderen waren auch gut, die neuen Lieder bringen das Publikum zum tanzen und die Platten und T-Shirts gehen weg wie warme Semmeln. Es könnten nur mehr Zuschauer sein, also alle Freunde und Freundinnen mobilisieren und mitbringen!!! Wir spielen noch bis Dezember!

Hier ein paar schöne Interviews, Rezensionen und Live Kritiken:

Foto: Truemmer

 | Von Jürgen Spiess

Den Namen sollte man sich merken: Bernadette La Hengst (Ex-Braut-haut-ins-Auge) trat mit der Drummerin Wanja im franz.K auf und bot eine vor Power und Kreativität nur so sprühende Performance.

Bernadette la Hengst im „Junge Welt“-Interview:

»Liebe hat etwas kapitalistisches« Das Große im Kleinen und umgekehrt. Über Politik und Gefühl und das neue Album »Integrier mich, Baby«. Ein Gespräch mit Bernadette La Hengst
Interview: Reinhard Jellen

Hier eine super Review im Mapambulo:

Ganz blass kann man sich noch erinnern – die Zeit rennt – wie dieses Mädchen vor kleiner Kulisse in der Münchner Kulturstation das Rumpelstilzchen gab, verzickt, verschwitzt, die Braut im Rücken und auf den Lippen ein wütendes „Jenseits von Eden“. 

Und ein schöner Artikel aus der Zeit:

Die Unterjublerin

Heiter bis wolkig klingt sie nur an der Oberfläche. In Wahrheit ist Bernadette La Hengst die Queen des „Diskursschlagers“.

Bernadette la Hengst im TAZ-Interview:

„Meine Art ist, Lieder zu schreiben, die große Politik auf die Liebesbeziehungen ins Kleine übertragen und dadurch eine Sehnsucht auasdrücken, die jeder nachvollziehen kann. Ich bin Künstlerin, meine Sehnsucht ist mein Kapital. Meine Art ist es, leidenschaftlich Musik zu machen, mich einzumischen, an die Veränderung zu glauben.“„Ich gucke nicht auf das Resultat. Das ist mir zu abstrakt und weitläufig. Ich glaube, wenn man überall kleine Lichtstrahlen aussendet, wird das schon einen Effekt haben und etwas bewegen.“

Hier der ganze Artikel als PDF,
mit freundlicher Genehmigung der grossartigen TAZ:

http://trikont.de/wp-content/uploads/2012/10/0438-BLaHengst_TAZ-2012_09_22.pdf

„Sie ist – ja was eigentlich? Eine romantische Anarchistin vielleicht. Glam-Rockerin, Rampensau, Analytikerin… Ihr Geheimnis: sie ist undogmatisch. Deshalb kann sie kompromisslos sein und harte Kost in Gute-Laune-Musik packen: Kapitalismuskritik, Integrationspolitik, feministische Diskurse – aber eben so, dass man bestens dazu tanzen kann. “
Bayern 2-Kultur Aktuell

..mit Keyboard, Gitarren und Beatbox und gnadenlos eingängigen Melodien untersucht sie die komplexe Verschränktheit von Leben und Politik, von Geld und Liebe und Öffentlichkeit. Im Publikum tanzen längst die Gedanken in den Köpfen zusammen mit den Beinen weiter und keiner denkt ans Aufhören..“
La Hengst im Mousonturm  – FAZ

„..Jetzt ist die 44jährige Mutter einer siebenjährigen Tochter, das Leben ist eben so passiert, und darüber singt La Hengst – aber auch über Feminismus, Politik und, jawohl, die Liebe. Superplatte.“
Brigitte

„…La Hengst schlägt die Unterhaltungsbranche mit ihren eigenen Mitteln, und das schwungvoll und versiert. …Eine Meisterin des Doppelbödigen.. Bei La Hengst steckt immer was dahinter und seien es großartige Texte.“
Welt am Sonntag

„..Einer der Glanzpunkte ist das Duett mit Rocko Schamoni. Mit solcher Burt-Bacharach-Schwüle macht sogar dieser Politikdauerbrenner Spaß.  Am besten ist La Hengst immer dann, wenn sie die große Politik mal weglässt, wie beim dubbigen Liebeskummerstück „Verhangen“ oder ihrem Gespür für poetische Textzeilen vertraut.“
TAZ

„Persönlich und politisch, reflektiert und aus dem Bauch: Bernadette La Hengst singt auf ihrem neuen Album gleichzeitig inhaltsstarke und musikalisch schöne Lieder: deutscher Popchanson, Disco, Elektrosoul, dazu ein Duett mit Rocko Schamoni.“
Rolling Stone

„..mit einer hohen kreativen Aufgeschlossenheit Pop- referiert Bernadette la Hengst nach Lust und Laune über Liebe und dem Happy End, bis der sterile Hochglanz abblättert.“
Underdog Fanzine

Hyperkultur à la Hengst: Love and Politics: zumindest bei Bernadette la Hengst gehen sie zusammen.“
Deutschlandradio Kultur

„..Das absolut Überragende aber an diesem rundum gelungenen Album ist, dass Frau La Hengst jedes noch so krude Klischee vom Power-Frauen-Pop singender Weise zersetzt.“
Joinmusic

Ein Interview im weird Magazin Bielefeld u.a. über drag kings & queens:

Nicht den Mangel beklagen, sondern die Vielfalt zeigen

Und hier noch eine schöne Live Akkustik Version von Integrier mich, Baby bei Byte FM:

http://byte.fm/magazin/blog/2012/09/21/bernadette-la-hengst-live-bei-bytefm/

Druckfrisch / ARD / 23 09 2012

21. September 2012

Hello again, ich freue mich, daß heute endlich meine neue heiße Scheibe Integrier mich, Baby bei Trikont rauskommt. Es gibt sie auch auf Vinyl bei Ritchie Records. Ich bin sehr glücklich damit, sowohl mit der Musik als auch mit dem Cover/Booklet, das von dem bildhauenden Performance Künstler Volker März gestaltet ist.

Es gibt wieder viele Gäste auf der Platte, mein alter Freund Rocko Schamoni singt mit mir das Duett „Grundeinkommen Liebe“, mein Zukunft-Kollege Oliver M. Guz spielt und singt bei einigen Liedern mit, meine ehemalige Braut-Gefährtin Peta Devlin hat auch mit produziert und gesungen, und so einige andere haben im großen Topf gerührt.

Die Tour hat letzte Woche begonnen und geht noch weiter bis Ende des Jahres und ich freue mich sehr, daß meine Freundin, die Schlagzeugerin und Filmerin Wanja Saatkamp von den Maiden Monsters mit mir auf der Bühne rocken wird.

Hier ist eine Sendung im D-Funk über meine neue Platte. Am Wochenende gibt es eine Doppelseite in der taz über mich, am Sonntag, den 23.9. werde ich in der Sendung Druckfrisch auf ARD um 23:30 eine Akustik-Version von „Integrier mich, Baby“ spielen, und am Montag, den 24., gibt es auf WDR 3 um 23:05 Uhr einen einstündigen Beitrag über das Bad Salzufler Fast Weltweit Label zu hören.

Ich halte euch über weitere Aktivitäten auf dem Laufenden, ich eile,

 

bis bald in eurer Stadt, Bernadette

Beschwerdechor Wittenburg (2012)

August 2012, Wittenburg

Alle Fotos von Michael Kockot

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Ende August 2012 war ich für eine Woche in Wittenburg in Meckpomm, um dort einen Beschwerdechor zu gründen. Eine Woche haben wir dort die Kleinstadt gerockt für das temporäre Stadt-Wiederbelebungs-Projekt „Große Potemkinsche Straße“, für das mich der Stadtplaner Ton Matton und der Filmemacher Michael Kockot eingeladen haben. Wir bespielten 14 verrottete Häuser der Großen Straße, und nach einer Woche konnte man sich an die Leere und Trostlosigkeit der Straße kaum noch erinnern.

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